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Leben statt Überleben 9 Tage fasten, schweigen, meditieren. Was bringt's?Ein Seminar, bei
dem Ihnen unendlich viel Unwesentliches genommen wird, um endlich dem
Wesentlichen etwas Raum zu geben. Rüdiger Dahlke und Nikolaus Klein vermitteln
Zen trotz Strengen und Härten so gekonnt, dass dieses sehr fordernde Seminar
immer mehr Wiederholungstäter aufweist.
Was schreibt man über ein Seminar, bei dem Sie neun Tage lang nichts essen, nichts reden, nichts lesen, nicht fernsehen, nicht telefonieren, nicht … ja eigentlich all das nicht machen, was Sie so tagtäglich machen und was Sie zu dem Bündel Nerven, Krankheiten, Störungen, Problemen gemacht hat, was Sie halt jetzt so sind. Tatsache: Wir alle sind krank. Oder kennen Sie einen gesunden, glücklichen, ruhigen und ausgeglichenen Manager, der auch noch sein großes kreatives Potenzial einbringen kann? Der viel Freude am Leben hat? Ich kenne auch niemand, aber das sind genau die Menschen, die an so einem Seminar teilnehmen, wenn sie einmal kurz nachzudenken beginnen: "Soll das im Leben alles gewesen sein?" Der unterzieht sich dann sogar freiwillig "so einer Tortour", denn er hat verstanden, warum. Nun, gleich vor- weg, bevor Sie aufhören weiterzulesen: es ist natürlich keine Tortour. Und ich kann Ihnen versichern, so wohl und innerlich ausgeglichen wie nach diesem Seminar habe ich mit schon sehr lange nicht mehr gefühlt (fragen Sie das TRAiNiNG-Team!). Nach keinem noch so langen Urlaub am Meer, nach keiner überlangen Relaxingphase. (Ja wann habe ich die eigentlich?). Dass es wirklich keine Tortour ist, sondern die beste Entspannung für Körper, Geist und Seele, die Sie sich gönnen können, zeigen u.a. die vielen Manager, Juristen, Journalisten, Ärzte, die dieses Seminar einmal oder gar zweimal jährlich besuchen. Aber nun zur Sache. Der Arzt und Psychotherapeut Dr. Rüdiger Dahlke und der Rechtsanwalt, Heilpraktiker, Astrologe und Zen-Lehrer Nikolaus Klein veranstalten dieses sehr strukturierte Zen-Seminar seit 20 Jahren. Klein: "Dieses Seminar macht keinen Spaß (jaja, vorerst). Aber die positiven Folgewirkungen, die machen dann das Leben wirklich zum Spaß." Fasten Im traumhaft schönen oberbayrischen Städtchen Ohlstadt, ganz in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen gelegen, (sie haben dabei keine Lust, sich die weitere Umgebung anzuschauen, es sucht die nähere ihresgleichen an Schönheit), in einem wunderschönen Hotel gehen 80 "g'standene Leut' aus der Wirtschaft" (keine Teebeutel schwingenden, sandalenbeschuhte und "Heile Welt!" schreienden Esoteriker) für 9 Tage in Klausur. Der Freitagabend dient dem Abschied. Abschied von Essen, Reden, Action. Der letzte Apfel wird mit Genuss verzehrt. Jeder Schritt Einstieg in die welt des Fastens wird von Rüdiger Dahlke mit viel Liebe, Einfühlsamkeit und vor allem Verständnis für alle Wehwehchen begleitet. "Man kann dabei nichts verkehrt machen. Sie müssen halt wirklich einverstanden sein mit der Strenge dieses Kurses. Und Fasten heißt nicht, jetzt 9 Tage Hunger zu haben, sondern Fasten heißt, den Körper umzustellen auf Abbau von Fettdepots, Schlacken im Bindegewebe, u.ä. Fasten heißt Entgiften. Der Hunger vergeht spätestens am zweiten Tag, denn nun hat der Körper kapiert, es gibt eben nichts von außen, und hat nun Zeit, mit seiner Entgiftungsarbeit zu beginnen." Unumgänglich dabei sind zwei Dinge: Einerseits so viel wie möglich zu trinken und, im wahrsten Sinne des Wortes, andererseits, die Darmreinigung. Dahlke: "Sie putzen jetzt Ihr Körperhaus. Dazu brauchen Sie, wie bei jedem Hausputz, viel Wasser. Oder waschen Sie Ihr ganzes Haus mit nur einem Kübel Wasser?" Das leuchtet ein. Angenehmer Nebeneffekt des vielen Trinkens: der Hunger verabschiedet sich tatsächlich gleich am zweiten Tag. (Der Gusto bleibt.) Also, wir sind jetzt voll drauf auf innerer Körperreinigung. Schweigen Die zweite Säule dieses Seminares ist das Schweigen. Nikolaus Klein: "Wir plappern den ganzen Tag so viel Unnötiges, Unbedachtes, auch Negatives vor uns hin, und wir belasten damit unsere Seele sehr, ohne es zu bemerken. Gönnen Sie es hier Ihrer Seele, sie wirklich baumeln zu lassen. Schweigen ist Reinigung für die Seele." Und es wird mit jedem Tag angenehmer, das Schweigen. Denn wie gut oder weniger gut es gerade meinem Nachbarn bei Tee trinken geht, interessiert mich ehrlich gesagt, ohnehin nicht. Ich habe mit mir selber zu tun. Und es ist traumhaft, in dieser schönen Gegend schweigend durch den Wald zu spazieren, die Gegend zu genießen und plötzlich wieder "den Wald reden zu hören" mit all seinen unzähligen Facetten an Lauten, Vogelgezwitscher, Bachrauschen. Entspannung pur! Und man kommt plötzlich drauf, so wichtig ist das gar nicht, was ich da gerade sagen wollte. Wollte ohnehin keiner hören ... Meditieren Meditation ist die dritte Säule, auf der dieses Seminar getragen wird. Meditation nicht im dem Sinne, sich fein und gemütlich am Boden hinzulegen, schöne Musik zu hören und innere Bilder vor sich herziehen zu lassen. So quasi "ins Privatkino gehen" hat mit Meditation nichts zu tun, das sind Phantasie- oder Visionsreisen. Meditation bedeutet - in der Mitte sein. Meditation bedeutet leer zu werden von all den unzähligen Gedanken, die ununterbrochen im Kopf herumschwirren und die nachts nicht einschlafen lassen. Ein Innehalten der inneren Gespräche, die in uns tagtäglich, 24 Stunden lang, ablaufen. Und Zen- Meditation bedeutet SITZEN. Zazen. Sitzen in völliger Absichtslosigkeit. Einfach nur sitzen. Die Gedanken zum Stillstand bringen, oder, noch besser, sie weiterziehen zu lassen. Sitzen und auf den eigenen Atem lauschen. Den Atem zählen, wenn wieder die unbezahlte Rechnung des Herrn Müller einfällt. Loslassen, nichts anderes ist im Moment wichtig, wichtig ist SITZEN im Hier und Jetzt. Nur sitzen. Klein: "Meditation ist Einlauf für Ihren Geist." Achtmal pro Tag sitzen wir rd. 20 Minuten im Zen Sitz. Dazwischen lernen wir einfache Tai-Chi-Übungen, die u.a. die schmerzenden Knie oder die Rückenmuskeln etwas erleichtern. Aber es heißt das oberste Gebot: Die Gedanken zur Ruhe bringen. Nur sitzen, und nichts anderes, nur Tai Chi und nichts anderes, nur Tee trinken, und nichts anderes. In den Pausen hören wir Kurzvorträge von Rüdiger Dahlke zum Thema Fasten und Ernährung, von Nikolaus Klein zum Thema Zen, Buddishus und "einfach" zum Leben. Klein: "Die meisten Menschen überleben ihr Leben, mehr recht als schlecht. Aber sie leben nicht. Vor lauter Absicherungen, Vorsicht und Wünschen, damit nichts passiert, passiert dann auch wirklich nichts. Nämlich das Leben geht vorbei, ohne Erfahrungen, ohne Erkenntnisse, eben ohne gelebt zu haben." Die bekannte Schweizer Sterbeforscherin Dr. Kübler-Ross befragte unzählige Sterbende und Reanimierte, was sie denn, angesichts des nahen Todes, im Leben anders gemacht hätten. "Über 95 % sagten das Gleiche. Ich hätte mehr riskiert, ich hätte mehr gelebt." Klein erklärt auch das oft jahrelange dahinsiechen der Menschen, die nicht sterben können, damit, dass sie ja auch nicht gelebt hätten. "Warum sollte jemand, der sein ganzes Leben allem aus dem Weg gegangen ist, auf ein erfülltes und glückliches Leben zurückschauen können? Er hat nämlich keines. Der, der wirklich gelebt hat, der kann beruhigt die Augen am Ende zumachen und sagen, das war's." Nach diesem Seminar fühlt sich jeder von uns frisch, frei, unbeschwert, zentriert, ausgeglichen, ruhig, mit einer unbändigen Freude zu leben. So schnell waren selten neun Tage um. Das Fastenbrechen wird zum Ritual, ebenso das Schweigenbrechen. Es ist einfach ungewohnt, wieder zu reden. Nur - nach 10 Minuten ist der große Saal wieder voll mit Geschnatter. Wie schön war doch die Ruhe! "Wie schön war doch die Ruhe", denken sich jetzt alle die, die dabei waren, und die wieder in den Alltag hinein müssen. Nur - das ist eben der andere Pol von Fasten, Schweigen, Meditieren. Wie schön ist es, dass man durch ein solches Seminar Gelegenheit bekommt, den anderen Pol kennen zu lernen. Ich bin nächstes Jahr wieder dabei, wenn der große Gong ertönt, der "Fasten, Schweigen, Meditieren" einleitet und auch wieder beendet. |
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